🍀 Fram og tilbake. Mit der AWO ans Nordkap – 2012 🇳🇴

 

IMG_3815_1

Vorwort

Eins der größten Abenteuer meines bisherigen Lebens liegt nun nicht allzufern hinter mir und ich möchte mich bemühen, alles erlebte zeitnah festzuhalten.

Am wichtigsten ist, wieder zu Hause angekommen zu sein.

Ich habe die Leute oft in Gesprächen berichtigen müßen. Mein Ziel ist, zu Hause anzukommen, Wendepunkt ist das Nordkap. Damit ich die Strecke bewältigen und dieses Ziel erreichen konnte, mußten so einige technische, menschliche und organisatorische Hürden gemeistert werden. Darum möchte ich als Erstes den Menschen danken, die mich unterstützt haben.

Meiner lieben Anja, Lukas, Lina, Leni, meinen Eltern und Geschwistern mit Familien, Daniel und Claudia, Andre´, Romy und Nick, Herr Ludvig L., Andreas und Conny, Reidar, Anny und Oddmund, Roland und Assar

Wroebe für die Infektion mit dem AWO – Virus und eine besondere Freundschaft

Rene´ (Mopedprinz) für herausragenden technischen Support, die Bereitstellung absolut standfester Antriebstechnik und die viele dankend an- und aufgenommenen Lektionen zu AWO – technischen Belangen, die wesentlich zum besseren Verständnis der Materie, sowie zum Beginn einer neuen Freundschaft beigetragen haben.

Den 2011er Deutschland – Tourern für die Inspiration

Den Leuten vom Niederbarnimer AWO- Stammtisch für einen ganz besonderen Höhenpunkt der Reise ( euer tolles Treffen ) noch kurz vor dem Ziel.

Auch alle anderen, die mich bestärkt und gute Worte für das Vorhaben gefunden haben sollen nicht vergessen sein!


Der Plan

Eine Reise zum Nordkap und natürlich zurück mit dem Motorrad zu unternehmen. Recht schnell wurde im Kopf „Eine Reise zum Nordkap mit der AWO“.

Erster Gedanke

Nach der gespannten Verfolgung der Deutschlandtour einiger AWO – Forumsmitglieder mit weit über 2000 km setzte sich der Gedanke, selbst einmal so eine lange Reise zu bewältigen fest und ließ mich nicht mehr los.

Nach dem 15. AWO – Treffen in Danewitz 2011 und dem Motorschaden bei der Heimreise stand einerseits sowieso eine komplette Motorregeneration an, andererseits hatten die Erzählungen der Langstreckenfahrer meine Gedanken noch mehr untermauert.

Es folgten längere Gespräche mit Anja, die dann Mitleid mit mir hatte und schließlich zustimmte ( das werde ich dir nie vergessen ), sowie mit den Eltern und dem Rest der Familie.

Beginn der Vorbereitungen

Erste, von mir etwas unbeholfene Telefonate mit Rene´ „Mopedprinz“ Nawrath vom Trekker aus. Es geht um technische Machbarkeit: allein, mit AWO und Beiwagen + Ersatzteile an Board.

Ergebnis : machbar !

Voraussetztung : Motor, Getriebe und Kardan instandgesetzt., Rest der Maschine in gutem technischen Zustand

Die Instandsetzung erfolgte durch Rene´.

Im September 2011 holten Anja und ich den Motor wieder ab.

Bei der ersten Probefahrt klemmte das Auslassventil. Nach Telefonat mit Rene´ lud ich die komplette AWO in den Espace und fuhr nach Reinsdorf. Er nahm sich fast einen ganzen Tag Zeit für mich.

„Alles hat sein Gutes.“ Dieser Spruch trifft hier wieder voll ins Schwarze. Denn hätte das Ventil nicht gehangen, hätten wir auch nicht nochmals die Zuganker kontrolliert und dabei bemerkt, daß einer sich aus dem Block gelöst hatte und es sicher irgendwann während der Fahrt zum Ausfall gekommen wäre.

Es folgten 500 km Einfahrphase ohne Beiwagen. Danach wurde der dieser angebaut.

Die letzte große Proberunde am 13.11.2011 führte mich erneut nach Reinsdorf. Die Beladung glich der im fertigen Reisezustand schon sehr ( Ersatzmotor, Werkzeug, warmer Tee usw. ).

Start war 7:30 bei -2°C. Die von Anja „verschriebenen“ Klamotten bewährten sich bei -2 bis -5°C. Die Eiskruste am Brillenrand und Beiwagenreling blieb bis zur Ankunft zu Hause dran 🙂 . Schwachstelle: Kalte Füße ! Gefahren bin ich ca. 500 km mit Abstecher zum Wroebe. Das ganze passierte bei ca. 4-5 l/100km Verbrauch und 70 bis 80 km/h Reisegeschwindigkeit ohne größere Anstrengungen und Sitzprobleme. So stelle ich mir reisen vor.

Zur Routenplanung entschloß ich mich nach Karte zu fahren. Per Hand wurden die Seiten ausgesucht, eingescannt und ausgedruckt, Der Weg wurde eingezeichnet und anschließend wasserdicht einlaminiert. Das ganze war etwas mühsam, aber ich fand es toll, sich in Gedanken schon mit der Strecke vertraut zu machen. Außerdem: „Navi? No way!“

Ein weiteres Problem war, meine eigene Vorfreude im Zaum zu halten und nicht ständig nur davon zu erzählen. Also versuchte ich mich zurückzuhalten, um die anderen, besonders Anja und meine Mutter nicht zu sehr zu nerven bzw. zu ängstigen. Das gelang mir manchmal glaube ich nicht so gut.

Mittlerweile war auch das Zelt und die Isomatte, sowie einiges andere an Utensilien gekauft. Bei den Arbeiten am Gespann stellten wir fest , daß einiges an den Rädern zu tun war. Die Beiwagenfelge war Schrott, der Lack schlecht und die Speichen problematisch. Daniel half ( wie so oft ) mit einer guten Felge aus. Die Lackierung übernahmen Friedrichs und es wurde sehr gut !

März 2012

Der Reservemotor hat sicher verschraubt im Beiwagen Platz genommen und zwar so, daß ich noch die Spitze des Boots mit Sachen füllen kann.

April 2012

07.04.2012 Ostersamstag mit Schneefällen.

14.04.2012 Endlich kamen die frisch eingespeichten Felgen von Torsten Dietel an.

18.04.2012 Einbau des Ersatzmotors. Dieser sprang sofort an, lief ruhig und fuhr gut. Bei abgebautem Beiwagen dauerte der Motorwechsel 1h 45min. Seit die Räder neu und die Schrottfelge weg war, lief das Gespann sehr ruhig und ohne Vibrationen.

Nach 250 km stellten sich Probleme beim Reservemotor ein, die trotz mehrerer eher laienhafter Versuche meinerseits nicht beseitigt werden konnten.

Mai 2012

18.05.2012 Der „Retter“ naht. Rene´ kam zu Besuch und wir stellten gemeinsam Zündung und Vergaser ein. Der Vergaser wurde komplett überholt. Probefahrt: läuft ! (na klar was sonst 😉 )

21.05.2012 Die Getriebeeingangswelle war leicht undicht geworden und so tauschte ich noch den WeDi-Ring, als ich das Getriebe sowieso wegen dem Rücktausch der Motoren draußen hatte. Öle wurden auch gleich komplett gewechselt.

25.05.2012 Es wurde langsam spannend. Ich packte alles zusammen…


2 Gedanken zu “🍀 Fram og tilbake. Mit der AWO ans Nordkap – 2012 🇳🇴

Hinterlasse einen Kommentar